"Echte Versöhnung braucht Mut zur Wahrheit, alles andere ist Heuchelei." 

Gut siebzig Jahre wurden und werden die Opfer der Vertreibung nun schon hingehalten. Man könnte das Gefühl bekommen, dass man seit dem Verbrechen an unserer Volksgruppe lediglich daran interessiert war, die Vertriebenen ruhigzustellen! Deshalb gab es vielleicht das eine oder andere Zugeständnis und etwas finanzielle Zuwendung für unsere Arbeit. Oft waren es Parteiangehörige oder im Staatsdienst stehende Personen, die in den Landsmannschaften Funktionen innehatten. Das ist nicht grundsätzlich verwerflich, bietet aber, besonders bei den Führungspositionen, die Chance der massiven Einflussnahme durch interessierte Kreise. In den letzten Jahren mussten wir immer wieder erleben, dass viele einmalige Möglichkeiten seitens der Landsmannschaft sowie der Bundesrepublik ungenutzt blieben. Allen in Erinnerung sind sicher noch die unverständlichen menschenrechtlichen Sonderregelungen mit der Tschechei bei der Aufnahme in die EU! Auch das Sudetendeutsche Museum in München ist immer noch nicht im Bau, dafür wurde aber das Projekt nun aus der Hand gegeben und unter das Dach der Bayrischen Staatsregierung gestellt. Ob und inwieweit wir nun noch Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung nehmen können, bleibt abzuwarten. Und so ließen sich mühelos noch etliche Beispiele anführen, die unsere Volksgruppe Stück für Stück aus der Öffentlichkeit rücken werden.

Mit Herzblut bei der Sache

Unser Recht auf Heimat und Eigentum darf nicht einer Wirtschaftspolitik geopfert werden, so wie wir es die letzten Jahre erfahren haben. Es ist an der Zeit, eine klare Position zu beziehen. Fort mit dem Parteideckel und hin zu unserer eigenen Heimatpolitik, so wie sie in der Satzung verankert ist.

Jüngst versuchen Kräfte in der SL-Spitze die Satzung aufzuweichen, um den folkloristischen Gedanken in den Mittelpunkt zu stellen! Freilich stellen die Vertriebenen heute nicht mehr das Wählerpotential in der BRD dar, wie das einst der Fall war. Daher schwindet auch das Interesse der politischen Parteien an uns. Es ist jetzt "allerhöchste Eisenbahn", zu handeln, bevor die Landsmannschaft in die Bedeutungslosigkeit abgedrängt ist. Und das schafft man nicht durch Stillhalten oder Anpassung und endlose Zugeständnisse.

Jetzt braucht es klare Worte, konsequentes Handeln und eine große Portion Mut, denn die Wege, die vor uns liegen, sind steinig – so oder so!

Mit mir an der Spitze des größten Landesverbandes innerhalb der Sudetendeutschen Landsmannschaft wählen Sie einen Vorsitzenden, der mit Herzblut, Ehre und Treue unsere gemeinsamen Ziele verwirklichen wird.